Borreliose

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Lyme-Borreliose (Zeckenbissarthritis)

Im Ort Lyme in Connecticut, USA erkrankten 1975 überdurchschnittlich viele Erwachsene und Kinder an einer rheumatischen Gelenkentzündung (Arthritis). Als Erreger konnten Bakterien (die Borrelien) identifiziert werden, die durch Zeckenbisse auf den Menschen übertragen wurden.

Wo kommen Zecken in Deutschland vor?

Zecken (Holzböcke) kommen in Deutschland von der Nord- und Ostseeküste bis zu den Alpen bis auf eine Höhe von 1000 m vor. Etwa 30% aller Zecken sind in Deutschland mit Borrelien infiziert und können die Krankheit übertragen.

Was tun, wenn man von einer Zecke gebissen wird?

Eine Zecke, die weniger als 24 - 72 Stunden Zeit hat, sich am Menschen festzusaugen, wird Borrelien mit großer Wahrscheinlichkeit nicht übertragen. Eine sofortige Zeckenentfernung ist daher sehr wichtig. Zu beachten ist auch das richtige Vorgehen bei der Zeckenentfernung: Die Borrelien besiedeln vor allem den Darmsack der Zecken. Die Zecken sollten daher vorsichtig und ohne Quetschen, am besten mit einer Pinzette oder Zeckenzange, entfernt werden, da sie sonst den Darmsack in den menschlichen Körper entleeren. Auch das Behandeln der Zecken mit chemischen oder physikalischen Reizstoffen wie Öl, Klebstoff, Sprays usw. sollte unbedingt vermieden werden. Auch hierdurch provoziert man ein Entleeren des Darmsacks in den menschlichen Organismus. Die Zecke sollte vollständig entfernt werden, die Einstichstelle sollte desinfiziert werden.

Wie kann man sich vor Zeckenbissen schützen ?

Zecken leben in waldreichen Gegenden und warten auf Gräsern, Kräutern und Büschen "auf ihre Opfer". Nach Wald- und Wiesenspaziergängen im Sommerhalbjahr sollten Sie Kleidung und Körper nach Zecken absuchen. Zeckenbisse werden häufig nicht bemerkt! Daher empfehlen wir das gegenseitige Absuchen nach Zecken am Rücken, am Kragen und am Hinterkopf.

Woran erkennt man, dass man sich mit Borrelien infiziert hat ?

Typisches Frühsymptom ist die „Wanderröte“ (Erythema chronicum migrans). Dabei entsteht an der Einstichstelle eine Hautrötung, die sich weiter ausbreitet und später in der Mitte wieder abblasst. So entsteht eine zunächst scheibenförmige, später ringförmige Hautrötung. Wenn nach einem Zeckenbiss eine Wanderröte entsteht, dann suchen Sie unbedingt Ihren Arzt auf! Er wird dann eine vorbeugende antibiotische Behandlung einleiten.

Welche weiteren Symptome kann eine Borreliose auslösen?

Bekannt ist die rheumatische Gelenkentzündung durch Borreliose, auch Lyme-Arthritis genannt. Es können aber auch weitere Hautveränderungen auftreten. Gefürchtet ist ein Befall des Herzens mit dem Auftreten von Herzrhythmusstörungen. Vor allem in Spätstadien ist auch ein Befall des Nervensystems möglich. Eine Lyme-Arthritis oder andere Spätfolgen der Borreliose erfordern unbedingt die Behandlung durch einen Spezialisten, z.B. einen Rheumatologen.

Gibt es eine Impfung gegen Borreliose ?

Eine wirksame Impfung gegen Borreliose gibt es in Europa nicht. Der in den USA entwickelte Impfstoff ist in Europa nicht wirksam, da sich die amerikanischen und europäischen Zecken unterscheiden.

Von der Borreliose muss man streng die Frühsommermeningoencephalitis (FSME) unterscheiden. Die FSME – eine durch Viren ausgelöste Hirnhautentzündung – wird ebenfalls durch Zecken übertragen. Sie kommt nur in einigen Regionen Deutschland – vor allem in Süd- und Mitteldeutschland – vor. Gegen FSME gibt es eine vorbeugende Impfung. Ob diese Impfung für Sie in Frage kommt und ob in Ihrer Heimatregion die Zecken gehäuft mit FSME-Viren infiziert sind, können Sie bei Ihrem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt erfragen. Denken Sie dabei auch an Ihren Urlaub! In vielen ost- und südeuropäischen Ländern sind die Zecken mit FSME-Viren infiziert.

Zusatzinformationen

Anschrift

Rheumaklinik Bad Wildungen der DRV Oldenburg-Bremen

Am Katzenstein 2 | 34537 Bad Wildungen
Tel. 05621 - 797 0 | Fax 05621 - 797 600

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Akademische Lehrstätte der Fakultät für Medizin und Gesundheitswesen der Carl von Ossietzky
Universität Oldenburg (European Medical School)

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