Osteoporose

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Was ist Osteoporose und wie häufig ist sie?

Bei der Osteoporose kommt es zu einem zunehmenden Verlust an Knochenmasse. Der Calciumgehalt und die Knochendichte nehmen ab, die Knochenbrüchigkeit nimmt zu. Die Osteoporose (Knochenentkalkung) ist eine sehr häufige Erkrankung, die mit zunehmender Lebenserwartung in der Bevölkerung noch deutlich zunehmen wird. Man geht davon aus, dass viele Osteoporosefälle in der Bundesrepublik Deutschland unerkannt bleiben. Bedauerlicherweise werden oft auch die Patientinnen, und Patienten, bei denen eine Osteoporose diagnostiziert wurde, nicht oder nicht ausreichend behandelt.


Osteoporose ist eine Frauenkrankheit und betrifft mich als Mann doch nicht, oder?

Falsch! Richtig ist, dass Frauen nach den Wechseljahren vermehrt gefährdet sind. In den letzten Jahren beobachten wir aber gehäuft das Auftreten der Osteoporose auch bei Männern.


Gibt es Medikamente, die eine Osteoporose verursachen können?

Ja. Längerfristige Einnahme von Cortisonpräparaten, aber auch einige andere Medikamente können eine Osteoporose auslösen. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt.


Warum ist die Osteoporose so gefährlich?

Durch die Verminderung der Knochendichte bei Osteoporose kommt es zu einer vermehrten Knochenbrüchigkeit des gesamten Skeletts mit Auftreten von Frakturen auch ohne größere Verletzung oder Sturz.
Besonders häufig und gefürchtet als Spätfolge der unbehandelten Osteoporose sind:
- Wirbelkörperbrüche mit teilweise stärkster Schmerzsymptomatik (schlimmer als beim akuten Herzinfarkt)
- Schenkelhalsbrüche mit langer Bettlägerigkeit und vielen Komplikationen
Durch einen osteoporotisch bedingten Wirbelkörperbruch erhöht sich die Sterblichkeit um das 8,6-fache; durch einen Schenkelhalsbruch entsteht eine 6,7-fach erhöhte Sterblichkeit!


Wie kann ich vorbeugen?

- Achten Sie auf eine Calcium- und Vitamin D- reiche Ernährung. Geeignet sind alle Milchprodukte und Gemüse. Aber auch mit Mineralwässern können Sie Calcium zuführen (achten Sie auf die Zusammensetzung des Wassers, siehe Etikett). In der Rheumaklinik können sie sich zu diesem Thema in der Ernährungstherapie ausführlich beraten lassen.
- Wichtig ist auch eine regelmäßige Bewegung an frischer Luft. Knochen baut sich nur durch Belastung auf. Astronauten die über Monate der Schwerelosigkeit ausgesetzt waren, haben alle eine schwere Osteoporose entwickelt. Auch lange Bettlägerigkeit führt zur Osteoporose.
- Zur Einlagerung von Calcium in den Knochen ist Sonne erforderlich. Zuwenig Sonne, besonders in den Wintermonaten, kann zu Knochenschwund und Rachitis führen. Zuviel Sonne erhöht das Risiko für Hautkrebs.



Wie kann man eine Osteoporose feststellen?

Neben der ärztlichen Untersuchung ist die Osteodensitometrie (Knochendichtemessung) zur Früherkennung geeignet. Eine gute Methode zur Messung der Knochendichte ist die DXA (duale Röntgen (X-ray) Absorptiometrie). Ebenfalls geeignet ist in vielen Fällen die computertomographische Messung, die aber teurer ist und mit einer deutlich höheren Strahlenbelastung einhergeht. Nach dem jetzigen Stand der Wissenschaft ist die Ultraschallmessung nicht zur Verlaufskontrolle geeignet. Bedauerlicherweise ist die Knochendichtemessung erst nach Eintreten osteoporotisch bedingter Knochenbrüche eine Kassenleistung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Durchführung einer Knochendichtemessung auf eigene (geringe) Kosten ist aber – vor allem bei gefährdeten Menschen – eine sehr sinnvolle Investition in die Gesundheit.


Wann sollte ich eine Knochendichtemessung durchführen lassen?

Machen sie den Osteoporosis Risk Test (siehe unten). Wenn Sie eine der Fragen in diesem Test mit Ja beantworten, so lassen Sie die Knochendichtemessung bei sich durchführen. Außerdem gilt: bei jedem Knochenbruch jenseits des 55. Lebensjahres sollte eine Osteoporose ausgeschlossen werden. 50% der Oberschenkelhalsfrakturen sind Osteoporose-bedingt; die Hälfte aller Oberschenkelhalsbrüche könnten verhindert werden.


Was passiert, wenn bei mir eine Osteoporose festgestellt wurde?

Über das weitere Vorgehen entscheidet ihr Arzt. Möglicherweise sind weitere Untersuchungen wie Blut- und Urinuntersuchungen oder auch die Entnahme einer kleinen Knochenprobe aus dem Beckenkamm zur Abgrenzung von anderen Erkrankungen des Knochens erforderlich. Sie selbst können durch calciumreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung viel zur Gesundung beitragen. Bei vermehrter Knochenbrüchigkeit müssen auch Sturzrisiken ausgeschaltet werden. In der Regel wird bei einer Osteoporose aber auch eine medikamentöse Therapie erforderlich sein, die heutzutage sehr wirksam und nebenwirkungsarm möglich ist. Bei frühzeitigem Beginn einer guten Therapie können die schlimmen Spätfolgen der Osteoporose normalerweise verhindert werden.

Wichtig ist zur optimalen Behandlung die Vorstellung bei einem Osteoporose-Spezialisten. An der Rheumaklinik Bad Wildungen stehen Ihnen zu diesem Zweck speziell in der Osteologie (Wissenschaft von den Knochenkrankheiten) weitergebildete Ärzte zur Verfügung. Neben der Diagnostik und der medikamentösen Therapie erfolgt an der Rheumaklinik Bad Wildungen auch eine spezielle krankengymnastische und ergotherapeutische Behandlung zum Knochen- und Muskelaufbau und zur Sturzprophylaxe.

Osteoporosis Risk Test

Prüfen Sie in nur einer Minute, ob Sie zum gefährdeten Personenkreis gehören.
Wenn eine dieser Fragen mit Ja beantwortet wird, dann wird empfohlen, sich einer weiteren Diagnostik zu unterziehen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

  1. Kam es bei einem Elternteil nach einem geringen Stoß oder Sturz zu einer Oberschenkelhalsfraktur?

  2. Haben Sie sich nach einem geringen Stoß oder Sturz schon einmal einen Knochen gebrochen?

  3. Kamen Sie vor dem 45. Lebensjahr in die Menopause?

  4. Haben Sie schon einmal über die Dauer von mehr als 3 Monaten Glukokortikoid-Tabletten (Cortison, Prednison, Prednisolon etc.) eingenommen?

  5. Haben Sie mehr als 4 cm an Körpergröße verloren?

  6. Kam es irgendwann einmal zu einer Unterbrechung Ihrer Periode über die Dauer von 12 Monaten (mit Ausnahme Schwangerschaft und Menopause)?

  7. Trinken Sie regelmäßig ziemlich viel Alkohol?

  8. Leiden Sie häufig an Durchfall (z.B. Morbus Crohn u.a.)?

Zusatzinformationen

Anschrift

Rheumaklinik Bad Wildungen der DRV Oldenburg-Bremen

Am Katzenstein 2 | 34537 Bad Wildungen
Tel. 05621 - 797 0 | Fax 05621 - 797 600

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Akademische Lehrstätte der Fakultät für Medizin und Gesundheitswesen der Carl von Ossietzky
Universität Oldenburg (European Medical School)

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